Bei der diesjährigen Vergabe des Deutschen Kinderpreises hat Stephanie Freifrau zu Guttenberg am 26. Mai in Berlin den Ehrenpreis entgegengenommen. Das teilt die Kinderhilfsorganisation World Vision Deutschland mit, die den Kinderpreis in diesem Jahr zum dritten Mal vergibt. Die Frau von Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg erhielt die Auszeichnung für ihr Engagement gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern. Die Verleihung des Deutschen Kinderpreises an 18 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet geht am 5. Juni im Phantasialand in Brühl über die Bühne.
Stephanie Freifrau zu Guttenberg setzt sich seit mehreren Jahren gegen Kinderpornographie und sexuellen Kindsmissbrauch ein. Seit letztem Jahr ist die 34-jährige Mutter zweier Kinder Präsidentin der deutschen Sektion der gemeinnützigen Organisation „Innocence in Danger“. Schwerpunkte der Arbeit dort sind Prävention, Aufklärung, Beratung, Soforthilfe und Unterstützung von Opfern. „Innocence in Danger“ sorgt für eine zunehmende Thematisierung, klärt auf und fördert Prävention und Intervention. Unter anderem wurde die kostenlose Telefon-Hotline N.I.N.A. eingerichtet, bei der Menschen, die einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch haben, anrufen können. Die Devise von „Innocence in Danger“ lautet, das „Rad nicht neu zu erfinden“, sondern bestehende lokale und überregionale Organisationen zu vernetzen und damit effektiver zu werden. So wird unter anderem eine Vernetzung zwischen Jugendhilfe-Organisationen und Sponsoren aus der Wirtschaft angestrebt.